Wertschätzung – ein wichtiger Resilienzfaktor

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Anerkennung insbesondere in Form von
Wertschätzung uns innere Kraft und Stabilität geben. Mehr noch als Anerkennung in materieller Form. Dies gilt sowohl für die Wertschätzung anderer (Fremdwertschätzung) und für sich selbst (Selbstwertschätzung). Insbesondere Selbstwertschätzung ist ein wichtiger Faktor für die eigene Resilienz und stellt einen wichtigen Baustein im Rahmen der aktiven Stressbewältigung dar.

Sich selbst wertzuschätzen fällt uns häufig schwer. Viele Menschen haben den Glaubenssatz „Mach es allen (den anderen) recht“ unbewusst verinnerlicht und wünschen sich Wertschätzung so sehr durch andere, die sie aber häufig nicht bekommen.

Auch wird Selbstwertschätzung häufig mit Selbstüberhöhung bzw. Eigenlob verwechselt und damit abgewertet - „Eigenlob stinkt“.

Beides ist jedoch nicht identisch: eine positive Selbstwertschätzung stärkt einen fürsorglichen Umgang mit sich selbst und unterstützt die eigene, insbesondere mentale und psychische Gesundheit.
Eine Selbsterhöhung führt eher zum Gegenteil: sie ist ein äußerst brüchiges Konstrukt, das die Anerkennung anderer benötigt, um stabil zu sein. Soziale Probleme sind häufig die Folge.


Sowohl Selbstwertschätzung als auch Fremdwertschätzung können wir aktiv üben. Dazu stelle ich Ihnen 2 sehr schöne Übungen vor:

 

Übung 1: Freundliche Worte


„Freundliche Worte sind ein Geschenk. Sie erzeugen Reichtum im Herzen.“ (Jan Chozen Bays)

 

• Machen Sie einmal am Tag einer Person, die Ihnen nahesteht (Familienmitglied, Freund/Freundin, Kollege/in) ein echtes Kompliment


• Je spezifischer das Kompliment ist, desto besser (z. B.: „Ich finde es gut, dass Du immer so freundlich bist....Sie immer so zuverlässig sind.....“)


• Werden auch Sie sich achtsam solcher Komplimente bewusst, die andere Ihnen machen

 

Übung 2: Würdigen, was gut war


„Ich denke, dass der Sinn des Lebens darin besteht, glücklich zu sein.“ (Dalia Lama)

 

• Schenken Sie sich jeden Abend ca. 20 Minuten Zeit, sich möglichst lebendig an drei angenehme und schöne Situationen zu erinnern, die Sie an diesem Tag erlebt haben


• Überlegen Sie im nächsten Schritt, was Ihr Anteil an der angenehmen Situation war


Den eigenen Anteil zu erkennen, ist nicht immer einfach, deshalb hier einige Beispiele:


1. Eine angenehme Situation könnte sein, dass Sie beim Einkaufen sehr freundlich bedient worden sind – Ihr Anteil könnte dabei sein, dass Sie mit einem Lächeln das Geschäft betreten haben und selbst sehr freundlich waren


2. Ein anderes schönes Ereignis könnte sein, dass Sie die ersten Krokusse im Park gesehen und sich daran gefreut haben – Ihr Anteil könnte sein, dass Sie in den Park gegangen sind und achtsam genug waren, die Krokusse zu entdecken und sich die Zeit zur Beobachtung genommen haben.

 

Ich freue mich über Ihre Erfahrungen mit den Übungen:

Kommentare

Es sind noch keine Einträge vorhanden.
Bitte geben Sie den Code ein
* Pflichtfelder

Praxis für Psychotherapie & Coaching

(nach dem Heilpraktikergesetz)

Hauptstr. 15

90537 Feucht

(in der Praxis Lavandula)

 

Terminvereinbarung:

Tel.: 09128/72 11 943 oder Mail:

info@christine-wunderlich-coaching.de

Gruppenkurse in der Praxis:

Neuer Blogeintrag:

Singen Sie Ihre Sorgen...

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Christine Wunderlich | Coach und Heilpraktikerin für Psychotherapie | Feucht bei Nürnberg | Datenschutz | Impressum